Essentials mit Britta Schönbrunn 14.11.21 17 Uhr

Kinästetische Resonanz Innen-Außen-Raum

Sinnlich Spüren Bewegen Berühren

Die Session fokussiert auf ein Stimulieren und subtiles Abstimmen der Wahrnehmungskanäle im Wechselspiel zwischen innen-außen. Es zielt auf eine Bereitschaft und Wachsamkeit verbunden mit der Stärke und Flexibilität unseres Bewegungsapparats (Skelett/Faszien/Muskeln,..) im Wechselspiel von halten/loslassen, von physisch Gewicht geben/nehmen, von Balance/OFFBalance ab.

Die Verbindung aus meditativem Atmen, Einfühlen in den Körper, Erproben funktioneller Bewegungssequenzen und sanftem Zulassen von Bewegungsimpulsen stimmt uns ein, den Körper zu zentrieren, koordinieren und auszurichten. In Kontakt mit dem eigenen KörperZentrum- und Rhythmus entfaltet sich der Tanz spontan, kreativ und authentisch im Solo, im Duo oder in der Gruppe, zwischen den Nuancen von sinnlich/zart zu wild.

Mit Neugier und Spielfreude lassen wir uns auf die Kräfte der Schwerkraft ein und lassen uns vom Bewegungsfluss mit Leichtigkeit tragen. Wir hören auf die sich verändernden Energien, entwickeln ein Gespür für verschiedene Bewegungsqualitäten und berühren unsere Grenzen! Mit Mut auf das UnGewohnte treffen wir Entscheidungen im Kontakt. Wir geniessen unser DaSein-TANZ, unsere Körper und seine Kreativität in einer Lebendigkeit durch eine sinnliche und kinästhetische Erfahrung.

Brittas Lebenslauf

Britta Schönbrunn ist freischaffende Tänzerin und in den Bereichen Performance, Improvisation, ContactImprovisation und Kulturelle Bildung tätig. Ihre Hingabe zu Yoga, als eine wirksame Praxis, im Wechselspiel von Balancen, lässt sich in ihrem Unterricht und ihrer künstleriscen Arbeit wiederfinden.

Der Körper, den sie als „responsive body“ einsetzt, ist ständig in Resonanz mit seiner Umgebung, rezeptiv/aktiv/partizipativ. Sie ist daran interessiert, verschiedene Arten von Wahrnehmungen zu erforschen, insbesondere die kinästhetische und phänomenologische als Werkzeuge, um Entscheidungen in Vermittlungs- und künstlerischen Prozessen zu treffen. Ein Schlüsselelement ist das Horchen auf den Körper, das Vertrauen in sein Wissen und seine Weisheit. Ziel ist es, das individuelle Bewegungspotential zu wecken.

Britta tanzte in Produktionen internationaler Choreographen wie z.B. Jean Curran, Heidi Latsky, Anna Huber, Christoph Winkler, Ingo Reulecke, Robert Wilson. Interdisziplinäre Projekte mit bildenden Künstlern und Musikern realisierte sie vor allem in Europa/USA/Japan/Russland. Als Dozentin für somatische und zeitgenössische Tanztechniken arbeitete sie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin,  dem Duncan Conservatoire Prag, der Akademie für Darstellende Kunst Ludwigsburg und derzeit an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Hier erhielt sie 2017 ihren Master of Arts in zeitgenössischer Tanzvermittlung, MA CoDE.

Seit 2006 engagiert sie sich in interdisziplinären Kulturprojekten für junge Generationen im Rahmen von Kita und Schule: zuletzt als Künstlerin und Coach im drei Jahres Projekt „ALL OUR FUTURES“ am Schauspiel Frankfurt.

In Zeiten von Corona beschäftigte sich Britta mit dem Thema „Körper- und Naturverständnis“ in verschiedenen Formaten mit unterschiedlichen Zielgruppen. Sie fokussierte auf die Fragen: Wie spürt der Körper über fühlendes Bewegen unbekannte Terrains auf, justiert und orientiert sich neu, in Zeiten in denen gewohnte Strukturen auf-und auseinander brechen? Was fordert der jeweilige Ort, der Naturraum von einem sich bewegenden Körper?

 Gefördert von der Hessischen Kulturstiftung, Dis-Tanz-Solo, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main und dem Residenzprogramm der Tanzplattform Rhein-Main.